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Rechtsfolgen für Urlaubsansprüche bei Änderung der Arbeitszeit

Europäischer Gerichtshof, Urt. v. 11.11.2015 – C-219/14

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte vor einigen Jahren zu entscheiden, wie sich die Reduzierung der Arbeitszeit (also von Vollzeit auf Teilzeit) auf Urlaubsansprüche auswirkt. Danach dürfen die unter der Vollzeitbeschäftigung erworbenen Urlaubsansprüche nach Reduzierung der Arbeitszeit nicht gekürzt werden. Das Bundesarbeitsgericht hatte im Jahr 2015 diese Entscheidungen unter einem Wandel seiner Rechtsprechung auf das deutsche Urlaubsrecht übertragen.

Der EuGH hat nunmehr seine Rechtsprechung für den umgekehrten Fall – also einer Erhöhung der Arbeitszeit – fortgeführt. Auch in diesem Fall darf es nicht zu einer Umrechnung – in diesem Fall also Vermehrung – der bereits erworbenen Urlaubsansprüche kommen.

Praxishinweis: Je nach Fallkonstellation kann die Verringerung oder Erhöhung von Arbeitszeit zu Vor- bzw. Nachteilen für Arbeitgeber oder Arbeitnehmer hinsichtlich der Urlaubs(entgelt)ansprüche führen. Bei einer Änderung der Arbeitszeit sollten diese Auswirkungen genau geprüft werden, um interessengerecht handeln zu können.

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