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Prostata-Laserung: Anwendung eines stärkeren Lasers erfordert keine besondere Aufklärung

OLG Karlsruhe, Urt. v. 07.12.2016 – 7 U 66/14

Eine gutartige Vergrößerung der Prostata ("benigne Prostatahyperplasie") wird häufig mittels Lasertherapie behandelt, wobei der Greenlightlaser besonders bedeutsam ist.

Zwar muss nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ein Patient bei Anwendung relativ neuer, noch nicht allseits anerkannter Standardmethoden darüber aufgeklärt werden, dass Risiken noch nicht abschließend geklärt und unbekannte Risiken nicht auszuschließen sind. Eine solch besonders aufklärungspflichtige „Neulandmethode“ stellt es aber nach Ansicht des Oberlandesgerichts (OLG) Karlsruhe nicht dar, wenn ein Laser mit 120 Watt Leistung statt 80 Watt zur Anwendung kommt, wenn die Methode seit Jahren eingeführt und seither vielfach evaluiert worden war.

Praxishinweis: Das Urteil dürfte auch Berücksichtigung finden für Therapien, die mittels eines noch stärkeren Greenlightlaser mit 180 Watt Leistung durchgeführt werden, der seit einigen Jahren ebenfalls zur Anwendung kommt.

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