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Für Grundstücksvermächtnis gilt 10-jährige Verjährungsfrist

OLG München, Beschl. v. 18.02.2021 – 33 W 92/21

Ansprüche auf Übertragung des Eigentums an einer Immobilie verjähren gemäß § 196 BGB in 10 Jahren, auch wenn die Übertragung aufgrund eines Vermächtnisses erfolgen soll. So entschied jetzt das Oberlandesgericht (OLG) München.

Mit dieser Entscheidung bestätigt das OLG seine Rechtsprechung aus dem Jahr 2017 und tritt vereinzelten Stimmen in der Rechtsliteratur entgegen, die für Grundstücksvermächtnisse die Regelverjährung von drei Jahren annehmen.

Praxishinweis: Gilt demnach für ein Grundstücksvermächtnis nicht die Regelverjährung, beginnt die Verjährung gemäß § 200 BGB mit der Entstehung des Anspruchs. Dies ist bei einem Vermächtnis mangels abweichender Anordnung der Zeitpunkt des Erbfalls. Ein Grundstücksvermächtnis verjährt demzufolge regelmäßig taggenau 10 Jahre nach dem Tod des Erblassers.

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