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Eigenhändiges Testament als Erbnachweis gegenüber Bank

BGH, Urt, v. 05.04.2016 – XI ZR 440/15 (ZEV 2016, 320)

Ein Erbschein ist zum Nachweis des Erbrechts nicht zwingend erforderlich. So hat nun der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Neben dem – bereits als ausreichend anerkannten – Nachweis durch Vorlage eines notariellen Testaments, kann auch die Vorlage eines handschriftlichen Testaments nebst beglaubigter Abschrift des Eröffnungsprotokolls genügen.

Im Unterschied zu notariellen Testamenten muss aber im Einzelfall geprüft werden, ob das eigenhändige Testament auch inhaltlich den Anforderungen genügt. Das ist nach der Entscheidung des BGH dann gegeben, wenn sich aus dem Testament keine ernstlichen Zweifel an der Erbeinsetzung ergeben.

Praxishinweis: Sollte die Bank – unberechtigterweise – dennoch die Vorlage eines Erbscheins fordern, hat die Bank in vielen Fällen die Kosten für das Erbscheinsverfahren zu ersetzen.

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