Steuerrechtliche Anerkennung von Darlehensverträgen zwischen Angehörigen

Berlin, 29.04.2014

Als Reaktion auf ein Urteil des Bundesfinanzhofs vom 22.10.2013 hat das Bundesfinanzministerium sein BMF-Schreiben vom 23.12.2010 modifiziert:

Vergleichsmaßstab von Darlehensverträgen zwischen Angehörigen sind grundsätzlich die Vertragsgestaltungen, die zwischen Darlehensnehmer und Kreditinstituten üblich sind. Sofern Darlehensverträge zwischen Angehörigen neben dem Interesse des Schuldners an der Erlangung zusätzlicher Mittel außerhalb einer Bankfinanzierung auch dem Interesse des Gläubigers an einer guten verzinslichen Geldanlage dienen, sind in dem Vergleichsmaßstab ergänzend auch Vereinbarungen aus dem Bereich der Geldanlage zu berücksichtigen.

Praxishinweis: Diese Änderung ist in allen offenen Fällen anzuwenden. Bei Darlehensverträgen unter nahen Angehörigen ist zukünftig streng darauf zu achten, dass solche Vertragsbedingungen gewählt werden, die zwischen Darlehensnehmer und Kreditinstituten üblich sind.

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