Scan einer Rechnungskopie reicht für Vorsteuervergütung

FG Köln, Urt. v. 20.01.2016 – 2 K 2807/12

Im vorliegenden Fall klagte die Klägerin, eine österreichische GmbH, auf Vergütung der von ihr in 2010 gezahlten deutschen Umsatzsteuer. Im Rahmen des elektronischen Erstattungsverfahrens legte die Klägerin eingescannte Rechnungskopien vor. Das Finanzamt lehnte den Vergütungsantrag mit der Begründung ab, dass keine eingescannten Originalrechnungen eingereicht wurden.

Nach dem Urteil des Finanzgerichts erfüllt auch der Scan einer Rechnungskopie die gesetzlichen Voraussetzungen für die Vergütung. Es sei im Rahmen des elektronischen Vorsteuervergütungsverfahrens nicht mehr notwendig, dass eingescannte Originalrechnungen übermittelt werden.

Praxishinweis: In gleichgelagerten Fällen sollten ablehnende Entscheidungen des Finanzamts unter Hinweis auf das vorgenannte Urteil entgegengetreten werden.

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