Zweitmeinungsverfahren

Zum 01.08.2015 ist das Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft getreten. Nach § 27b SGB V erhalten Versicherte bei planbaren Operationen, bei denen eine Mengenausweitung möglich ist, einen Anspruch auf Zweitmeinung. Die Zweitmeinung kann nicht bei einem Arzt oder einer Einrichtung eingeholt werden, durch den oder durch die der Eingriff durchgeführt werden soll.

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat in Richtlinien bis zum 31.12.2015 zu bestimmen, für welche planbaren Eingriffe der Anspruch auf Einholung der Zweitmeinung im Einzelnen bestehen soll.

Achtung: Nach § 27b SGB V ist ein Arzt verpflichtet, einen Versicherten über das Recht, eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung einzuholen, aufzuklären. Die Aufklärung muss im ärztlichen Gespräch und in der Regel mindestens zehn Tage vor dem geplanten Eingriff erfolgen. Der Versicherte hat ein Recht auf Überlassung von Abschriften der Befundunterlagen, die für die Einholung der Zweitmeinung erforderlich sind. Auch hierüber ist der Versicherte aufzuklären.

Die Kosten, die dem Arzt durch die Zusammenstellung und Überlassung von Befundunterlagen für die Zweitmeinung entstehen, trägt die Krankenkasse.

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